micchecka.jpg
*soon available in English!

It‘s all about rage.


1. Das Wort Design:

Design ist ein Wort.
Ist es das richtige?
Ab jetzt wird ein anderes verwendet.

Wir suchen ein neues Wort für Design.

Das Absurde ist das essentielle Konzept und die grundlegende Wahrheit.

2. Designer:

Designer machen Möbel und Jeans.
Im Ernst?
Produkte sind materialgewordene Lösungen, erarbeitet
aufgrund von Analysen und gewonnener Erkenntnisse.

Wir denken nach.

Gestaltet mit Ihren Absichten vor Augen, von Menschen, die denken, was Sie denken sollten.

3. Design-Kritiker:

Design braucht Kritiker.

Die Frage ist: Wer?
Die sachbezogene Dialogfähigkeit entscheidet.
Wir akzeptieren nur präzise Kritik.

Ein Kamel ist ein Pferd, das von einem Steering Committee designt wurde.

4. Design-Kunden:

Der Kunde ist König.

Welchen Umgang gebietet ein Monarch?
Demut, wenn er es verdient, und die
Revolution, wenn er es verdient.
Wir kämpfen für Konzepte und Entwürfe.

Wenn Sie Leute einladen, sich Gedanken zu machen, laden Sie die Revolution ein.

It‘s all about love.

5. Design / Widerspruch


Ein Designer muss konsequent sein.

Innerhalb eine Projekts? In der Gesamtheit seiner Arbeiten? Für 5 Minuten?
Der Geist muss soweit geöffnet werden, bis genug Platz für Widersprüche da ist.
Es ist der Widerspruch, der uns produktiv macht.

Fortwährende Konsequenz ist Zeichen eines stagnierenden Geistes.

6. Design / Übertreibung:


Designer neigen zur Übertreibung, sehr.

Wieviel ist richtig?
Übertreibung in der Konzeption führt auf die nächste
Stufe in der Produktion.
Wir übertreiben extrem gern.

Nichts wird so leicht für Übertreibung gehalten, als die reine Wahrheit.

7. Design / Ungehorsam:

Designer arbeiten mit Dogmata.

Ist der Tod des Dogmas die Geburt der Moral?
Stören, Zerstören, Zerschneiden, Umwege machen, neu zusammensetzen.
Wir brechen Ihre Regeln, wenn Sie es nicht tun.

Das Spiel ist toll, aber man sollte die Regeln ändern.

8.Design / Nachhaltigkeit:

Designer widmen sich der Nachhaltigkeit wegen dem Artisanat.
Ist das wirklich sinnvoll?
Um Grosses zu bewegen, müssen möglichst grosse Mandate erobert,
und diese nachhaltig abgewickelt werden.
Artisanat, wir lieben dich aus anderen Gründen.

Grossen Veränderungen gehen Anstrengungen im selben Massstab voran.


9. Autorenschaft / Design:

Designer arbeiten als Autoren ohne Auftrag.

Gehört das zu den Aufgaben eines Designers?
Nichts treibt einen Gestalter mehr in komplexe Engen als die Freiheit.
Arbeiten zu beginnen, ohne zu wissen für wen, warum, wohin ist ein Muss.
Wir fürchten uns vor nichts mehr, als uns zu langweilen.

Meist leiden die Opfer an einem Bore-Out, nicht einem Burn-Out.


10. Design / Elitarismus:

Designer sind elitär.

Hat das einen Grund?
Ja.
Wir scheuen uns nicht davor, elitär zu sein.
Arroganz ist nur, wenn man falsch liegt.

It‘s all about compassion.

11. Design / Konsum:

Es gibt keine Designer-Musik.
Steht Musik nicht stellvertretend für alles, was die Seele berührt?
Design ist, wer sich nicht wehrlos ausliefert.
Wir konsumieren gleich bewusst, wie wir gestalten.

Musik ist die Sprache der Seele.

12. Design / Kunst:

Design ist keine Kunst.

Ist alles dazwischen Kunst?
Die Antwort auf die Fragen „Was ist Design?“ und „Was ist Kunst?“ ist dieselbe.
Wir sprechen Design hiermit folgende Rechte zu:
Hinterfragen, Verwirren, Anecken, Aufwecken, Prozessbezogensein.

Und das soll Kunst sein?

Post Scriptum 1.

23. Design / Wahrheit

Es gibt 23 gute Designer, verteilt auf 5 Länder.
Sind nicht alle STL-Files aus Dreiecken zusammengesetzt, die schlussendlich Pentagramme ergeben?
Man ist nur ein kleiner Teil eines gigantischen Plans einer Schattenregierung.
Wir hören immer so ein komisches Knacken beim mobiltelefonieren.